essays Reinkarnation

 

 

 

 

.

 

 

Über die Reinkarnation  /  von Agnus D.  /  anno domini  2004

 
 

   

 

Die Edition ohne störende Werbung zum Herunterladen:  83 KB 

reinkarnation.zip

 

 

 

I. Geschichtliches und Allgemeines der Reinkarnation

 

 

 

Die "Reinkarnation" übersetzt sich aus dem Lateinischen ins Deutsche als "Wiederfleischwerdung". Im Wörterbuch findet sich dagegen als umfassendere Erklärung: "Eintritt der Seele in einen anderen Körper nach dem Tode".

Die überkommene Vorstellung der Wanderung einer Seele von einem Körper zum nächsten, ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst, seit ein erster Mensch sich überhaupt eine Seele zu denken vermochte. Jedoch bereits schon von da an begann es mit der Reinkarnationsidee überaus schwammig zu werden. Denn von der Seele selbst  hatte und hat man ja bis heute keine so rechte Vorstellung, um was es sich denn bei ihr handeln könnte. Schlägt man neugierig den Begriff im Wörterbuch nach, so wird dort die Seele zum einen als Gemüt sowie zum anderen als das Unsterbliche erklärt. Damit ist man jedoch kein bisschen klüger geworden, wenn man den Seelenbegriff für die Reinkarnation näher bestimmt haben möchte. Auch die Philosophie mit ihren eigenen Verstehensweisen hilft hier nicht weiter. Es scheint so, als könne sich ein jeder unter Seele das vorstellen, was seinen Möglichkeiten am ehesten entspricht.

Einigen wir uns also hier für unsere Untersuchungen der Reinkarnation bei der Seele auf die jeweilige personale Identität eines Menschen, vergegenständlicht mit und in seinem individuellen Körper. Sprich, dass Herr Helmut Schneider eben nicht Frau Anette Grubler ist. Jedem ist völlig klar, dass Menschen sich durch soziale Herkunft, genetisch-biologische Diversität und die je eigene Lebensgeschichte unterscheiden. Auch  leidet und stirbt jeder Mensch für sich selbst, ohne dass je ein anderer daran beteiligt sein könnte. Indem nun jeder Mensch von daher einmalig ist, auch als körperlicher Zwilling oder Klon, und sich durch die vorgenannten Kriterien von allen anderen Menschen mehr oder weiniger klar unterscheidet, können wir für eine Seelenwanderung die Seele als personale Identität nicht mehr gebrauchen. Denn die Person mit ihrer Identität endet ja mit dem Tode, und ist von daher auf einen anderen Körper nicht übertragbar, der - wie ein jeder weiß - seine eigene personale Identität besitzt.

So wird bekanntlich mit dem neuen Körper ein völlig anderer Mensch mit einer anderen Lebensgeschichte in anderer Zeit und anderem Raum begründet, der keinen Bezugspunkt zu einem vor ihm gelebten und gestorbenen Menschen haben kann. Von daher müssen wir für die Seelenwanderung die Seele anders definieren. Am besten wäre es mit dem reinen Ich oder Ego. Denn wenn man den Körper mit seiner individuellen Lebensgeschichte von der Person abzieht, dann bleibt nur noch ihr Geist als das um sich selbst bewusste Ich übrig. Und dieses Ich oder Ego wäre dann bei allen Menschen das gleiche, und damit  frei austauschbar. Und es muss ja das in allen neuen Leibern identische sein, denn allein dann können wir überhaupt von einer Reinkarnation oder aber Wiedergeburt im neuen Körper sprechen. Dieses Universal-Ich wäre für eine Seelenwanderung vom einen Leib nach dessen Ableben zu einem anderen neuen Leib frei verfügbar. Allerdings wird damit zugleich das vorangegangene je individuelle Leben im individuellen Körper vollständig wert- und bedeutungslos. Denn als Neugeborener im neuen Leib fängt man ja mit einem leeren Gehirn für eine neue Lebensgeschichte wieder bei Null an. All das Wissen und all die Erfahrungen aus dem einen oder den vielen früheren Leben ist - wie jeder für sich selbst realisieren kann - unwiederbringlich futsch.

Man kann es deswegen drehen und wenden wie man will, man kommt für die Reinkarnation mit der Seele nicht zu Rande. Definiert man sie als die jeweils ureigenste Lebensgeschichte, ist mit dem individuellen Tod natürlicher Schluss für einen jeden. Die Wiedergeburt in einem anderen Körper wäre dann ein Widerspruch in sich selbst. Definiert man dagegen die Seele als über der individuellen Lebensgeschichte stehenden universalen Geist eines austauschbaren Egos, dann brauchen wir nicht wiedergeboren zu werden. Denn dann hätten alle Menschen die gleiche universale Seele, und alle wären lediglich ein anderes Modell von einem selbst. Die Reinkarnation wäre dann eine ganz unsinnige Wunschvorstellung dessen, der mit seinem Modell einer z.B. schief gelaufenen kranken Lebensgeschichte äußerst unzufrieden ist. Wenn man sich überdies unvoreingenommen die Menschheitsgeschichte ansieht, wird man feststellen müssen, dass wenn die Reinkarnation mit einem Lernpotenzial verbunden wäre, die Menschheit heute in jeglicher Hinsicht besser dastehen müsste. Tatsächlich machen alle zu allen Zeiten mehr oder weniger immer wieder die gleichen Fehler. Es war und ist also unser Bewusstsein von uns selbst, mit welchem wir als das einzige Wesen auf diesem Planeten, uns unseren unvermeidlichen Tod vorzustellen vermögen. Dann war es entwicklungsgeschichtlich für den Höhlenmenschen gewiss nur ein winziger Schritt sich eine Fortsetzung seines im Überlebenskampf geschundenen Lebens in einem anderen neuen und vor allem besseren körperlichen Dasein zu fantasieren.

 

 

 

 

 

II. Die angebliche Wiedergeburt  als Reinkarnation

 

 

 

Immer wieder mal in unregelmäßigen Abständen werden im deutschsprachigen Fernsehen sensationelle Berichte über angeblich Wiedergeborene gesendet. Vornehmlich tragen sich diese Ereignisse in Asien bzw. Indien zu, das mit dem Gedankengut der Reinkarnation eine in die Vergangenheit sehr weit zurück reichende Tradition aufweist. Da zeigt man dann zumeist ein kleineres Kind, das davon zu sprechen beginnt schon einmal im Körper eines Verstorbenen gelebt zu haben. Es kann sich an Namen und Personen aus dessen unmittelbarem Lebensbereich erinnern, und weiß auch Begebenheiten, die ein Außenstehender unmöglich wissen kann. Die sich oftmals anschließenden Überprüfungen durch interessierte Wissenschaftler und Psychologen ergeben nun ein gänzlich unterschiedliches und kein einheitliches Bild. Manches davon lässt sich verifizieren, anderes dagegen wieder nicht. Gelegentlich zeigen die Wiedergeborenen auch unverwechselbare körperliche Merkmale des einstigen Verstorbenen wie z.B. Narben oder Muttermale.

Unterm Strich gibt es also hier ganz gewiss etwas, das für eine Reinkarnation spricht. Andererseits jedoch auch mindestens ebensoviel was dagegen spricht. Aufsehenerregend sind solche Fälle allemal, besonders dann, wenn es sich dabei beispielsweise um den bekannten Dalai Lama aus Tibet handelt. Was nun regelmäßig allen mit dem Thema befassten Wissenschaftlern zu denken gibt, das ist die Tatsache, dass sich diese Reinkarnationsfälle eben nur in solchen Ländern zutragen, wo die Idee der Reinkarnation im Bewusstsein der Menschen tief und fest verankert ist. Vergleichbar in etwa mit den Fällen von Stigmata bzw. den Wundmalen Christi, welche es auch nur in einem ganz bestimmten Umfeld oder Milieu zu geben scheint, wo sozusagen eine entsprechende katholische Grundstimmung im allgemeinen Bewusstsein der Leute vorherrscht. Diese teilweise verifizierbaren Fälle aus Tibet oder Indien der angeblichen Wiedergeburt eines früher Verstorbenen sind das einzige verwendbare Pro-Reinkarnations-Argument. Denn die spektakulären Rückführungen in frühere Leben unter Hypnose, haben bekanntlich bislang  im Allgemeinen noch keiner eingehenden wissenschaftlichen Überprüfung Stand gehalten. Die in wissenschaftlichen Hypnosesitzungen erbrachten Fakten und Daten kommen nachweislich über die spärlichen Treffer einer normalen Zufallserwartung nicht hinaus. Sie sind damit für die These der Reinkarnation schlichtweg nicht zu gebrauchen.

Warum es aber bei solchen sogenannten Rückführungen überhaupt zu derartigen Eindrücken in Geist und Seele der Hypnotisierten kommt, erklären uns sehr überzeugend die Hirnforscher. Sie verweisen darauf, dass z.B. unser Gehirn pausenlos aktiv ist, und unter Hypnose - als einer Art Wach-Schlaf - wie im Traum zu fantasieren vermag. In unseren Träumen sind wir ja jede der Personen, die wir dort auftreten lassen. Nach Ansicht der Psychologen sind wir mit jeder der Personen identisch, der wir in uns selbst begegnen. Dies gilt um so mehr, wenn uns in der Hypnose suggeriert wird, wir sollen in der Zeit immer weiter zurückgehen bis vor unsere Geburt, und dann noch immer weiter bis sich schließlich ein Sichtfeld auftut. Ab da sollen wir dann ausführlich berichten, was wir von nun an so alles sehen und erleben. Natürlich sind wir hier zwangsläufig eine gänzlich andere Person, weil es ja uns vor unserer Geburt noch nicht gibt. Offenbar kombiniert unser Gehirn, dass es aufgrund seines funktionierenden Bewusstsein vor seinem Eintritt ins Dasein dann eben jemand anders sein müsse. Und wie bei einer Halluzination wird hier alles so realistisch erlebt, dass man später - ohne im Besitz einer besseren wissenschaftlichen Erklärung zu sein - glauben kann, als die in der Rückführung gewesene frühere Person schon einmal gelebt zu haben.

Wenn dann noch währenddessen ASW (außersinnliche Wahrnehmung) hinzugekommen war, kann durchaus über den durch keinen Raum und keine Zeit beschränkten Geist Kontakt zu einem früher Lebenden aufgenommen worden sein. Dabei sind  in der Person des anderen auch vielerlei Eindrücke und Einblicke möglich, welche in der späteren Überprüfung eine signifikante Trefferanzahl zeitigen, sowie über die ansonsten normale Zufallserwartung hinausgehen. Auch ist es alsdann ganz natürlich, sich mit dem früher Lebenden um so mehr zu identifizieren. Doch aus einer wissenschaftlich vernünftigen Sicht heraus muss es sich wegen der Höchstwahrscheinlichkeit eines hierbei erfolgten PSI-Ereignisses, wie z.B. Telepathie oder auch Bilokation, um einen ganz naiven Trugschluss handeln.

Den könnte man beispielsweise mit folgendem Versuch sehr leicht verifizieren, indem man unter Hypnose statt einer Rückführung eine Vorausführung stattfinden ließe. Man führte also den Probanden nicht etwa in der Zeit zurück vor seine Geburt und Zeugung, sondern ließe ihn in der Zeit vorausgehen, über sein künftiges Lebensende hinaus. Das wäre mit unserem imaginierenden Gehirn ebenso jederzeit zu machen, und genauso legitim. Mit etwas Glück könnte bei einem medial begabten Probanden ASW eintreten, über die er Kontakt zu einer anderen realen Person erhielte, die zeitgleich zum Probanden lebte, ihn aber versuchsgemäß überleben würde. Der Proband würde sich auch in diesem Fall  mit der anderen Person identifizieren. Später nach der Hypnose wäre im Rahmen der Überprüfung eventuell die andere Person zu ermitteln, und eine Begegnung mit dem Probanden zu arrangieren. Wir dürfen nun davon ausgehen, dass sich in einem solch hochsensationellen Fall der persönlichen lebendigen Begegnung beider Personen das Thema Reinkarnation für immer als ein reines Fantasieprodukt erledigt hätte. Andererseits wäre damit zugleich eine eindrucksvolle Bestätigung  für ASW bzw. ein paranormales Phänomen erbracht worden.

 

 

 

 

 

III. Gründe zur Reinkarnation

 

   

 

Zum Verständnis der Seele müssen wir hier auf die Bibel zurückgreifen, weil sie es war, die erste Anhaltspunkte zu ihrer Definition lieferte. So ist ja laut Lk 20,38: "Gott nicht Gott der Toten sondern der Lebendigen, weil ihm alle leben". Daraus folgt sehr klar, dass das jeweilige Individuum in seiner raumzeitlichen Einmaligkeit in Gott als solches für immer und ewig aufgehoben ist. Angesichts unserer aller Vergänglichkeit wird aber damit ein solcher Tatbestand zum Inbegriff der je eigenen Lebensgeschichte unter je ureigensten Lebensbedingungen, welche sich im je eigenen Vor- und Zunamen manifestiert, was insgesamt als Seele zu bezeichnen ist. Die Seele beinhaltet von daher als individuelle Wesensgestalt die je einmalige Lebensgeschichte für ein Weiterleben bei Gott.

Weil nun in Raum und Zeit mit Anfang und Ende Körper entstehen und auch wieder vergehen müssen, vollzieht sich so am Menschen ein pausenloser Wandel in absolut jeder Hinsicht. Und dies bringt naturgemäß bei jedem Individuum auch ein anderes Ergebnis zu einer deutlich unterscheidbaren Wesensgestalt. Dadurch müssen sich demzufolge alle Seelen in entsprechender Weise voneinander unterscheiden. Die je eigene Seele  mit welcher man sich deswegen von allen anderen Seelen abhebt, die ist so im je eigenen Selbst gegeben. Das persönliche Selbst ist deswegen durch alle Zeit und allen Raum hindurch immer das identische, gleichgültig wie sich dabei der jeweilige Lebenslauf gestaltet, weshalb wir ja von einer Person sprechen. Außerdem hängt der Lebenslauf zum Großteil von äußeren nicht verfügbaren Einflüssen ab, was wir zumeist als persönliches Schicksal bezeichnen. Wir sind also ganz schicksalhaft von unserem Anfang bis zu unserem Ende der oder diejenige, als die wir von all den unverfügbaren Lebensbedingungen festgelegt werden.

Jene in der Menschheitsgeschichte irgendwann wohl schon sehr früh aufgekeimte Idee der Reinkarnation der Seele beruht offensichtlich auf der unschwer erkennbaren Doppelnatur des Geistes und des Selbst, bzw. unserem geistigen Selbstbewusstsein. So haftet dem Geist des Menschen dadurch etwas Universales an, dass ein jeder normal gesunde Mensch in der gleichen Weise von sich zu sprechen vermag. Wir können nun hierbei in einen geistseelischen Abstand zu uns selbst treten, um uns dann kritisch zu überprüfen, was man gemeinhin als Gewissen bezeichnet. Diese Möglichkeit der geistigen Abstandnahme von der eigenen Person ergibt nun einen sozusagen archimedischen Punkt außerhalb von uns selbst, der natürlich dann bei allen Menschen der identische sein muss. Und das im archimedischen Punkt von sich selbst entblößte Selbst muss dann ebenso das bei allen Menschen identische sein. Zum einen war dadurch bereits schon die Idee von Gott als eines allen Menschen übergeordneten universalen Selbst angelegt. Zum anderen kann dieses vom Menschen unabhängige Selbst auch nicht sterblich sein. Denn es stirbt ja immer nur der Körper, sowie der sich mit diesem Körper identifizierende Geist. Wer sich aber von sich selbst in einen Abstand zu sich selbst zu begeben vermag, der müsste dadurch an seiner Seele eine Unsterblichkeitskomponente besitzen, welche ihn seinen körperlichen Tod etwas verändert überleben ließe. Wobei jetzt umgekehrt die Seele ihren Körper beherrschte, und nicht mehr wie vorher der Körper seine Seele.

Das erste sich daraus herleitende Vorstellungsmodell war ein Weiterleben im so genannten Jenseits, das man sich von Zeit zu Zeit und Region zu Region unterschiedlich ausmalte. Jedoch war dieses Vorstellungsmodell auf seine Richtigkeit nicht überprüfbar, indem kein Gestorbener jemals wieder aus solchem Jenseits zurückgekehrt war, um von dort zu berichten. Das zweite und scheinbar verbesserte Vorstellungsmodell war das Weiterleben der Seele im Körper eines neu auf die Welt kommenden Menschen, was dann zugleich die Idee der Seelenwanderung nahe legte. Die mit solchem Glaubensmodell einhergehende Entwertung der individuellen Person versuchte man mit der Idee des Karma ( = Taten im Leben, welche die Form der nachfolgenden Wiedergeburt bestimmen ) wieder aufzufangen. Denn ohne irgend eine Art Karma machte ja ansonsten das Rad der Wiedergeburten keinerlei Sinn. Dass es sodann aber auch hierbei an widerspruchsfreiem Sinn fehlte, nahm man mangels besserer Alternative billigend in Kauf. Aber eben nicht immer und überall, wie bekanntermaßen die in den unterschiedlichen Ländern unterschiedlich vonstatten gegangene Religions- und Kulturgeschichte beweist.

Was man damals zunächst weder wissen noch ahnen konnte, sich aber entwicklungsgeschichtlich immer mehr herausbildete, das war die Wirklichkeit eines universalen Selbst. Die Tatsache, dass wir geistig in einen richtenden Stand gegen uns selbst einzutreten vermögen, besitzt eine reale Entsprechung zum Grund des Universums, welche man zuerst im einen, all-einigen Gott erblickte. Dass nun der kosmische Geist des Universums als Herr und Gott tatsächlich existiert, beruht auf der - inzwischen auch von den Naturwissenschaften kaum mehr zu verleugnenden - Geistigkeit des Daseins. Der Geist ist das Primäre, und die Materie das nachrangig Sekundäre. Zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt war schließlich im vorderen Orient das Bewusstsein und die Empfänglichkeit geeigneter Menschen soweit gediehen, dass in ihnen sich dieser Heilige Universalgeist zu artikulieren beginnen konnte, und über sie auch seine Wirkung zu entfalten vermochte. Dadurch war nun aber eine geistseelische Weiterentwicklung in der Menschheitsgeschichte eingeleitet, welche verborgen bis in die Gegenwart anhält, und kurz vor ihrem endgültigen Abschluss steht.

 

   

 

 

 

IV. Die Reinkarnation aus christlicher Sicht

 

   

 

Die Bibel liefert für die Reinkarnation - als der fleischlichen Wiedergeburt im neuen anderen Körper - absolut keinerlei Hinweise. Vielmehr ist aber bei Johannes von einer Wiedergeburt aus Gott dem Herrn die Rede, womit eine geistliche Neugeburt gemeint ist, die dem jeweiligen Menschen eine von Gott kommende neue Identität beschert. Sie ist es, mit der man den zeitlich bedingten Tod überlebt. Es versteht sich dabei von selbst, dass dieses Konzept der geistlichen Neugeburt aus Gott dem nur materiellen fleischlichen Reinkarnationsmodell diametral entgegensteht. Denn die Reinkarnation beinhaltet ja mit der Seelenwanderung die Unfassbarkeit der Person für eine Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und Gott. So ist es ja eben gerade die im jeweiligen Namen zum Ausdruck kommende individuelle Verantwortlichkeit, welche die Person für Gott ansprechbar macht, so dass sie bei dessen Anruf in die unausweichliche Wahl und Entscheidung - für oder gegen das Leben bei ihm - gestellt ist. Man muss aber nicht erst von Gott zur Verantwortung gerufen werden, um sich der Verantwortung für sich selbst, bewusst zu sein. Wer sich und sein Leben dem Herrn überantwortet, der ist laut Jesus aus dem Tod in das Leben übergetreten, und kommt damit nicht ins Gericht, in welchem man sich ja gegenüber dem Herrn zu verantworten hätte ( Joh 5.24 ).

Mit dem glaubenden Übertritt in das geistliche Leben verhält es sich in etwa wie mit einer befruchteten Eizelle, die im Mutterleib zum fertigen Menschen heranreifen muss, bis es dann Zeit ist zur Geburt. Aus Gott neu geboren zu werden, bedeutet ein konkretes Psychodrama, in dem der unsagbar Heilige Geist des Universums im Menschen Platz greift, zur bleibenden Verbundenheit von Mensch und Universum. Durchaus vergleichbar etwa mit der Geisttaufe Jesu am Fluss Jordan, an die sich Jesu 40-tägige psychodramatische Erprobung in der Wüste sowie dann sein öffentliches Wirken anschloss. Wir dürfen aufgrund dessen davon ausgehen, dass die Taufe am Jordan für Jesus das Schlüsselerlebnis der Neugeburt aus Gott war. Aus ihr bezog er offenbar sein gigantisches revolutionäres Wissen um den allmächtigen Gott, dem Heiligen Allgeist des Universums, sowie die Situation von Mensch und Menschheit an sich, mit der unerlässlichen Notwendigkeit einer Neugeburt aus dem Geist des Herrn heraus, für ein Überleben in Ewigkeit in und bei ihm. Ganz bedeutsam ist deswegen das nachstehend einzigartige Weltklasse-Gespräch Jesu mit Nikodemus, einem Mitglied des Hohen Rates.

Joh 3,2 - 3,11:

Nikodemus kam eines Nachts zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott ist mit ihm! Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in seiner Mutter Schoß gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden! Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt, noch wohin er fährt. So ist ein jeder, welcher aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen? Jesus antwortete ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.

Also, wie kann es geschehen? Die geistliche Entwicklung welche schlussendlich in die Neugeburt aus Wasser und Geist mündet, die beginnt mit der Annahme des Zeugnisses eines aus dem Allgeist Neugeborenen, der mit Sicherheit in Jesus Christus gegeben ist, und darum niemals in jemandem der z.B. Reinkarnation propagiert.

Was demzufolge aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, das bleibt Fleisch und ist damit immer des Todes. Reinkarnation wäre also - wenn es sie denn geben würde - nur eine Wiedergeburt des Todes und nicht des Lebens, indem ein jegliches Fleisch das nicht aus dem Allgeist neu geboren wurde, der Vergänglichkeit und somit dem Tod unterliegt. Dementsprechend spricht Jesus von in der Zeit Lebenden als von lichtlos finsteren Toten. Licht und Leben, das ist ausschließlich er, und nur durch seine Person zu erhalten. Ihn muss man glaubend in sich aufnehmen, um die Überlebensmedizin eingenommen zu haben. Dies ist deswegen das Gericht: Wer die Medizin nicht einnimmt, ist ein Toter und bleibt ein Toter, weil die Zeit alles dahinrafft, und würde man x-mal reinkarnieren. Laut Jesus gilt: Joh 6,63 Der Geist  ( = Allgeist, Geist des Universums, Heiliger Geist ) ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. ( Weil sie von dem gesprochen wurden, der sich mit dem Allgeist verbunden hatte. Dann ist es nicht nur so, als spräche hier der Geist des Universums, sondern er ist es selbst! Und das Universum kann ja  in seiner Eigenschaft als das Eine das Alles ist, damit quasi nach Adam Riese weder Raum noch Zeit unterliegen. Dagegen aber unterliegen Raum und Zeit ihm dem allmächtigen Universum, als dem an sich selbst handelnden All, weswegen es gerade  Herr und Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit ist! )

Vollends unsinnig wird die Reinkarnation bei der fleischlichen Einheit von Mann und Frau, sowie auch der Einheit aller Glaubenden in Christus. Laut Jesus werden wenn sich Mann und Frau in Liebe verbinden beide ein Fleisch: 
Mt 19,6 So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.( auch Mt 19,5 / Mk 10,8  / 1Kor 6,16  / Eph 5,31 ). Wäre die Reinkarnation möglich, alsdann würde ja bei der Seelenwanderung der beiden in einem ( = Mann und Frau ) eine sich potenzierende Seelenanhäufung stattfinden, sodass irgendwann zu einem x-beliebigen Zeitpunkt nicht mehr eine Seele sondern quasi ein Seelenhaufen in einem Körper hauste. Darüber hinaus weist die Einheit aller Glaubenden in Christus, schließlich jedem der einzelnen Christen seinen durch individuelle Glaubensentscheidung gesicherten Platz im Ewigkeitsreich des Herrn zu. Denn laut Lk 20,38 ist Gott aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn ihm leben alle. Und alle, das ist jeder Einzelne zu seiner Zeit an seinem Ort, Herr Helmut Schneider wie Frau Anette Grubler usw., oder als Herr und Frau Schneider in einem Leib, wenn sie sich denn direkt vor den Augen bzw. dem Geist des Herrn zur Ehe verbunden hatten.

Von daher ergibt sich aus christlicher Sicht, dass die glaubende Annahme einer Reinkarnation ein längst überholtes Vorstellungsmodell der frühmenschlichen Vorzeit ist, das einst in der Zeit der ägyptischen Kultur der Pharaonen und Pyramiden seinen glanzvollen Höhepunkt erreicht hatte. Dennoch vermögen die bis zum heutigen Tage anhaltenden fernöstlichen Reinkarnationslehren die religiösen Bedürfnisse ihrer denkfaul unbedarften Anhänger zu befriedigen. Offenbar war und ist es nur in unserer westlichen Welt den Menschen mehr oder weniger bewusst, dass es unbedingt darauf ankommen muss was man glaubt, und dass das was man glaubt sich möglichst mit der Wirklichkeit zu decken hat. Wir haben da nun glücklicherweise eine bis auf die antiken Griechen zurückgehende Denk- und Geisteskultur, welche uns die Wissenschaft und Forschung bescherte, sowie uns half bis zum Urknall vorzudringen. Aber auch den alten Israeliten verdanken wir gemäß den bei ihnen stattgefundenen Offenbarungen des Herrn das spezifische Wissen über ein um sich selbst bewusstes, aus sich selbst lebendes, und sich selbst beherrschendes, allzeit lebendiges Universum. Wer nun an dessen ewigem Bestand und seiner Fülle teilhaben will, dem macht der Herr in Christus das entsprechende Spitzenangebot. Und wer dann davon Gebrauch macht, derjenige erlebt mit seiner zum gegebenen Zeitpunkt eintretenden Neugeburt aus unvergänglichem Allgeist, was es heißt, allen tödlichen Irrtümern dieser Welt für immer den Rücken gekehrt zu haben.

 

   

 

 
 

Klick hier auf  ANZEIGEN  um für dein Archiv werbefreie Editionen von Agnus D. herunterzuladen

 

Mit Klicks auf nachstehende Links kann jede dieser Editionen auf ihrer Webseite aufgerufen werden

 
       
 

universum

 

                          Klick auf die Abbildung für mehr Information  -  Click on the picture for more information

 

 
 

 

^